Prämierenfahrt durch den Koralmtunnel, Feierlichtkeiten mit Bundespräsident, Landeshauptleuten und vieles mehr stand am Freitag, den 12. Dezember 2025 am Programm. Und kaum waren die ersten Züge durch den Tunnel gefahren, schrillten bei insgesamt 19 Feuerwehren die Sirenen- bzw. Alarmgeräte: das, wofür nun über Monate bzw. jahrelang geübt wurde, stand plötzlich als Alarmierungstext auf den Mobilgeräten: “Rauch aus Tunnelportal”… was für Übungszwecke mehrfach – zuletzt noch im Oktober 2025 – angenommen wurde, war nun ein “echter Alarm”.
Exakt gemäß Alarmierungsplan machten sich unzählige Feuerwehrleute, Spezialfahrzeuge, Rettungseinheiten vom Roten als auch Grünen Kreuz inkl. Notarzt, Polizei und weitere Einsatzkräfte seitens ÖBB auf den Weg zu ihren definierten bzw. zugewiesenen Positionen Rund um den Bahnhof Weststeiermark.

Gleichzeitig startete von der Betriebsfeuerwehr Werndorf planmäßig der sogenannte Servicejet, bei dem es sich um einen speziellen Einsatz-Zug für Feuerwehren handelt, in Richtung Bahnhof Weststeiermark. Dort angekommen warteten bereits speziell ausgebildete Atemschutzträger aus dem gesamten Bezirk Deutschlandsberg darauf, diesen Servicejet mit Spezial-Ausrüstung zu beladen und sich dabei mit Atemschutzgeräten auszustatten.

Ungefähr 40 Personen seitens Feuerwehr machten sich daraufhin auf den Weg in Richtung Tunnelportal und fuhren mit diesem Zug einige Kilometer weit in den Tunnel hinein, um die Ursache der vermeintlichen Rauchentwicklung zu finden.

In der Zwischenzeit wurde am dafür eingerichteten Freigelände des Bahnhof Weststeiermark die gesamte für solche Einsätze notwendige Infrastruktur hochgefahren: Beginnend von Atemschutz-Wechselcontainern, Versorgungselementen, Einsatzleitungs-Abschnitte und vieles mehr – wiederum exakt gemäß vordefinierten und mehrfach gut beübten Abläufen.

Die FF Kraubath stellte hierzu die Verpflegung aller anwesenden Einsatzkräfte sicher (für Feuerwehr-Insider: Funktionscode “S4-Versorgung”).

Somit war die FF Kraubath sowohl im Tunnel selbst mit Atemschutzträger-Reserve als auch als Versorgungselement außerhalb des Tunnels im Einsatz.

Glücklicherweise stellte sich bei insgesamt 2 Erkundungsfahrten im Tunnel heraus, dass es sich nicht um das befürchtete große Schadensbild handeln konnte, das ursprünglich angenommen wurde. Weder war Brandrauch riechbar noch gab es eine eingeschränkte Sicht im Tunnelportal. Die tatsächliche Ursache für diesen Großeinsatz dürfte wohl in aufgewirbeltem Staub möglicherweise zu suchen sein, wobei noch abschließende Recherchen ausständig sind.
Nach der abschließenden Versorgung der Einsatzkräfte konnte die FF Kraubath wiederum in das Rüsthaus einrücken.
Abschließend gilt es festzustellen: Glücklicherweise ist die Situation am Prämieren-Tag der Koralmfahrt gut ausgegangen – die Alarmierungspläne und unzählige Übungen im Vorfeld haben dazu beigetragen, dass alles sozusagen wie am Schnürchen abgewickelt werden konnte.

Weiterer Bericht seitens “Kleiner Zeitung”: Zum Bericht
Bericht: E.N. / FF Kraubath
Fotos: FF Kraubath, BFV DL
