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Urlaub? Kennen wir nur vom Hörensagen!

Während andere bereits mit den Füßen im Pool liegen, am Strand Cocktails schlürfen oder verzweifelt versuchen, das letzte freie Liegestuhl-Platzerl zu ergattern, herrscht bei der Freiwilligen Feuerwehr Kraubath Ausnahmezustand – allerdings im positiven Sinn. Bewerbstraining, Übungen, Veranstaltungen und jede Menge Teamgeist sorgen dafür, dass der Sommerkalender der Kameradinnen und Kameraden bis oben hin gefüllt ist.

Besonders stolz darf die Feuerwehr auf ihre Jugend sein. Für viele Nachwuchs-Florianis stand heuer das erste Feuerwehrleistungsabzeichen ganz oben auf der Wunschliste – noch vor Eis, Freibad und Ferien. Dass fleißiges Training Früchte trägt, bewiesen Vincent Fagitsch und Constantin Wildbacher eindrucksvoll: Beim Bereichsfeuerwehrjugend-Leistungsbewerb in St. Peter im Sulmtal holten sie mit einem hervorragenden dritten Platz ihren ersten Stockerlplatz. Der Jubel war groß – vermutlich sogar lauter als die Sirene.

Auch die Aktivmannschaft verbrachte unzählige Stunden am Bewerbsplatz. Das Ziel war klar: das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze beim Landesfeuerwehrleistungsbewerb in St. Margarethen. Mit viel Schweiß, Ehrgeiz und vermutlich einigen Litern isotonischer Getränke wurde dieses Ziel schließlich erfolgreich erreicht. Ein großes Dankeschön gilt der gesamten Bewerbsgruppe und ihrem Trainer Brandmeister Ninaus, der bewiesen hat, dass Motivation, Geduld und gelegentlich ein etwas lauteres Kommando wahre Wunder wirken können.

Doch damit nicht genug: Auch als Veranstalter zeigte die FF Kraubath wieder, dass sie nicht nur Brände löschen, sondern auch Feste entfachen kann. Der traditionelle Fetzenmarkt mit anschließendem Grillabend sowie das dorfinterne Maibaumaufstellen lockten zahlreiche Besucher an. Beste Stimmung, hervorragendes Essen und viele nette Begegnungen sorgten dafür, dass niemand hungrig oder schlecht gelaunt nach Hause ging. Für die Organisation zeichnete HBI Harald Fagitsch verantwortlich, der gemeinsam mit seinem motivierten Feuerwehrteam wieder einmal bewies, dass Improvisationstalent und Organisationstalent bei der Feuerwehr zur Grundausstattung gehören.

Auch der Übungsbetrieb durfte selbstverständlich nicht fehlen. Ende April wurde bei einer groß angelegten Gemeindeübung in Kraubath und Mannegg unter möglichst realistischen Bedingungen geübt. OBI Thomas Wirnsperger entwickelte dafür ein anspruchsvolles Szenario, das den Einsatzkräften einiges abverlangte – glücklicherweise aber nur im Rahmen einer Übung. Unterstützt wurde er dabei von zahlreichen engagierten Kameradinnen und Kameraden, die einmal mehr zeigten, dass Zusammenarbeit bei der Feuerwehr keine Floskel, sondern gelebter Alltag ist.

Für die Feuerwehrjugend geht das Abenteuer inzwischen nahtlos weiter. Beim viertägigen Landesjugendlager in St. Peter warten Bewerbe, spannende Erlebnisse, Lagerfeuerstimmung und vermutlich die eine oder andere kurze Nacht im Zelt. Danach darf auch die FF Kraubath für ein paar Wochen durchschnaufen – zumindest theoretisch.

Denn lange hält die Sommerpause in Kraubath bekanntlich nie. Bereits am 28. August lädt die FF Kraubath zur öffentlichen Probe der Marktmusikkapelle Groß St. Florian ein. Und kaum hat man sich davon erholt, folgt am 13. September bereits die feierliche Kapellensegnung der Dorfkapellengemeinschaft.

Fazit: Während andere den Sommer genießen, gestaltet ihn die FF Kraubath einfach selbst. Und eines steht fest: In Kraubath ist immer etwas los – nicht zuletzt dank der engagierten Feuerwehr und der zahlreichen Vereine, die das Dorfleben mit viel Herzblut bereichern.

Bericht: E.N.
Fotos: FF Kraubath

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